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Ein Plädoyer für den inneren Selbstfürsorger – #1 zum Weltfrauentag 2026.

  • 7. März
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Apr.

Stefanie Stahl wurde bereits zum 8. Mal mit ihrem Buch Das Kind in dir muss Heimat finden zum SPIEGEL Jahresbestseller ausgezeichnet. Sie hat mit diesem Buch im Jahr 2015 die Teilearbeit vorgestellt, also das bewusste Anerkennen und die Arbeit mit inneren Persönlichkeitsanteilen. Die Erfolgsautorin hat einen neuen, wirksamen Ansatz zum Umgang mit dem inneren Kind entwickelt. Erläuterung und Beschreibung dazu direkt von ihrer Website: Wenn wir Freundschaft mit ihm schließen, bieten sich erstaunliche Möglichkeiten, Konflikte zu lösen, Beziehungen glücklicher zu gestalten und auf (fast) jedes Problem eine Antwort zu finden.


Als Mindset Coachin ist eines meiner Schwerpunktthemen der Umgang und die achtsame Begegnung mit dem inneren Kritiker. Ein Mitglied unseres inneren Team, das wohl jede und jeder nur zu gut kennt. Ich habe meinem inneren Kritiker einmal einen ganzen Tag lang ganz bewusst freie Fahrt gelassen und abschließend eine Bestandsaufnahme gemacht. Daraus ist ein Blogartikel mit 70 typischen Aussagen des inneren Kritikers entstanden.


Zum Weltfrauentag 2026 plädiere ich dafür, dass wir uns alle nochmals unserer eigenen Selbstfürsorge besinnen — und zwar nicht nur an diesem einen Tag, sondern vielmehr das ganze Jahr über.

Zu diesem Zweck habe ich ein Rekrutierungsverfahren gestartet und nehme nun ein neues Mitglied in mein inneres Team auf: den inneren Selbstfürsorger.


Somit bekommt der innere Kritiker einen Kollegen zur Seite gestellt. Mit dem Ziel, dass die beiden schön in den Dialog gehen. Sich austauschen. Sich gegenseitig sehen und wertschätzen. Der innere Selbstfürsorger ist darauf gebrieft, dem inneren Kritiker nicht das Feld komplett zu überlassen, sondern als starke Stimme, als starkes Gegengewicht aufzutreten.


Person im Pool, formt Herz mit Händen. Hintergrund: dichter, grüner Wald und Himmel. Stimmung: friedlich, entspannend.

Kategorie: Aus "Du bist zu …" wird "Ich erlaube mir …"

  1. Du bist zu faul. Ich erlaube mir, heute faul zu sein.

  2. Du bist zu aktiv. Ich erlaube mir, so aktiv zu sein.

  3. Du bist zu alt. Ich erlaube mir das, auch wenn ich das Gefühl habe, dafür zu alt zu sein.

  4. Du bist zu jung dafür. Ich erlaube mir das, auch wenn ich das Gefühl habe, dafür zu jung zu sein.

  5. Du bist zu unlustig. Ich erlaube mir, heute unlustig zu sein.

  6. Du bist viel zu ausgeglichen. Ich erlaube mir ausdrücklich, ausgeglichen zu sein.

  7. Du bist nie ausgeglichen. Ich erlaube mir ausdrücklich, heute mal nicht ausgeglichen zu sein.

  8. Du bist zu grantig. Ich erlaube mir ausdrücklich, heute auch mal grantig zu sein.

  9. Du bist zu schlecht gelaunt. Ich erlaube mir ausdrücklich, heute auch mal schlecht gelaunt zu sein.

  10. Du bist immer viel zu verbindlich. Ich erlaube mir ausdrücklich, verbindlich zu sein.

  11. Du bist immer viel zu sehr auf gute Stimmung gepolt. Ich erlaube mir ausdrücklich, immer gute Stimmung zu sein.

  12. Du bist zu wenig entspannt. Ich erlaube mir, heute auch mal wenig entspannt zu sein.

  13. Du bist zu wenig ausgeglichen. Ich erlaube mir, in dieser Phase auch mal wenig ausgeglichen zu sein.

  14. Du bist viel zu sehr auf Chill out programmiert. Ich erlaube mir ausdrücklich meine Programmierung auf Chill out.

  15. Du bist zu nachsichtig mit dir selbst. Ich erlaube mir, in dieser Phase besonders nachsichtig mit mir zu sein.

  16. Du bist zu streng mit dir selbst. Ich erlaube mir, auch mal streng mit mir zu sein.

  17. Du bist zu unausgewogen, um ein echtes Rolemodel zu sein. Ich erlaube mir, ein Rolemodel zu sein. Einfach so.

  18. Du bist zu wenig interessant, um ein echtes Rolemodel zu sein. Ich erlaube mir, ein Rolemodel zu sein. Einfach so.

  19. Du bist zu kantig, um ein echtes Rolemodel zu sein. Ich erlaube mir, ein Rolemodel zu sein. Einfach so.

Egal, was dein innerer Kritiker dir eben zuflüstert – dein innerer Selbstfürsorger bleibt sanft und verwandelt es in ein Erlauben: manchmal ein leises, manchmal ein ausdrückliches, manchmal ganz konkret für diesen speziellen Tag, für diese Phase. Als Verstärker setzt er ein „Einfach so“ obendrauf. Ganz einfach – einfach so.

Kategorie: Ich wünschte, du wärst …

  1. Ich wünschte, du wärst immer so gut gelaunt wie C.

  2. Ich wünschte, du wärst so empathisch wie M.

  3. Ich wünschte, du wärst so beliebt wie St.

  4. Ich wünschte, du wärst so schlau wie J.

  5. Ich wünschte, du wärst so strukturiert wie N.

  6. Ich wünschte, du wärst so durchsetzungsstark wie L.

  7. Ich wünschte, du wärst wie xyz.

  8. Ich wünschte, du würdest dich nicht immer nur anpassen.

  9. Ich wünschte, du würdest endlich mal deine Gefühle zulassen.

Der innere Kritiker vergleicht gerne mit anderen. Der innere Selbstfürsorger hingegen weiß, dass Vergleichen die beste Abkürzung zu schlechter Laune ist. Im Dialog erwidert er dies und betont immer wieder die viel bessere und auch konstruktivere Strategie: den Vergleich mit dem früheren Ich. Und damit freie Sicht auf deine bisherige Entwicklung.

Kategorie: Du glaubst wirklich, dass du …

  1. Du glaubst wirklich, dass du interessant genug bist?

  2. Du glaubst wirklich, dass du gut genug bist?

  3. Du glaubst wirklich, dass irgendjemand deine Angebote buchen will?

  4. Du glaubst wirklich, dass irgend jemand deinen Blog lesen wird?

  5. Du glaubst wirklich, dass du schon bereit dazu bist?

  6. Du glaubst wirklich, dass du nicht immer perfekt sein musst?

  7. Du glaubst wirklich, dass du dir deine Träume erfüllen kannst?

  8. Du glaubst wirklich, dass du dir Erfolg gönnen kannst?

Der innere Selbstfürsorger als das wohlwollende, stärkende Teammitglied identifiziert hier sofort typische Mindset Blockaden Trigger. Er sorgt dafür, dass dir bei einem solchen Trigger Moment buchstäblich ein Licht aufgeht, du ihn als solchen erkennst. Die beste Reaktion darauf? Aha. Aha sagen. Aha, da bist du wieder. Und dann kannst du frei entscheiden, wie du mit diesem Trigger umgehst. Ähnlich wie bei Feedback: du kannst es annehmen … oder auch nicht.

Kategorie: Du solltest jetzt echt aber mal …

  1. Du solltest jetzt echt aber mal in die Pötte kommen.

  2. Du solltest jetzt echt aber mal deine Woche strukturieren.

  3. Du solltest dich echt aber mal an deine eigene Struktur halten.

  4. Du solltest jetzt echt aber mal deinen eigenen Plan durchziehen.

  5. Du solltest jetzt echt aber mal dranbleiben.

  6. Du solltest jetzt echt aber mal nicht schon wieder was Neues beginnen.

  7. Du solltest jetzt echt aber mal richtig in dich hineinhören.

  8. Du solltest jetzt echt aber mal richtig alles durchdenken.

  9. Du solltest jetzt echt aber mal mehr Krafttraining machen.

  10. Du solltest jetzt echt aber mal mehr auf deine Intuition hören.

  11. Du solltest jetzt echt aber mal eine Pause machen.

Wenn wir ganz genau hingucken, können wir hier die liebevolle Absicht des inneren Kritikers erkennen. Der innere Selbstfürsorger nimmt diese wertschätzend wahr und bietet dir dafür einen liebevollen Dialog an. Beispielsweise: okay, du hast also Lust, diese Woche zum Krafttraining zu gehen. Wann und wie könntest du das gut in deine Wochenstruktur integrieren? Selbstfürsorge ist ermutigend, bestärkend, konstruktiv … und nicht tadelnd.

Kategorie: Du solltest nicht …

  1. Du solltest nicht so viel netflixen.

  2. Du solltest nicht so viel nachdenken.

  3. Du solltest nicht so viel googlen.

  4. Du solltest nicht so viele To Do's in einen Tag packen.

  5. Du solltest dich nicht ständig verzetteln.

  6. Du solltest dich nicht ständig selbst optimieren wollen.

Selbstfürsorge heißt auch netflixen dürfen. Nicht stundenlang und nicht rund um die Uhr. Der innere Selbstfürsorger lädt dich ein, dir selbst einen Rahmen zu setzen. Und wenn du diesen mal überschreitest, ist er zur Stelle und drückt alle Augen zu. Selbstfürsorge heißt auch, nicht immer 100 % perfekt sein zu müssen.

Kategorie: Okay, aber ...

  1. aber da geht noch mehr.

  2. aber hast du auch wirklich daran gedacht?

  3. aber wie geht es deinen Handgelenken?

  4. aber jetzt bloß keine Pause machen.

  5. aber bloß nicht nachlassen.

  6. aber bloß nicht darauf ausruhen.

  7. aber bloß nicht glauben, dass dies ein Grund zum Feiern wäre.

Du hast heute deine Ziele erfüllt, alle To Do's erledigt, doch anstatt dich zu feiern ... fallen dem inneren Kritiker noch ein paar Punkte ein. Verlässlich ist dein innerer Selbstfürsorger zur Stelle und erinnert dich daran, dich zu feiern. Für alle Ziele, die du erreicht hast. Für alle To Do‘s, die du erledigt hast. Und er ermuntert dich dieses Feiern noch zu verstärken, indem du es aufschreibst. Dir deine persönliche Erfolgsliste schriftlich festhältst. Dem inneren Kritiker unter die Nase hältst und ihn so zum Staunen bringst.

Kategorie: Jetzt hast du schon wieder …

  1. auf die Struktur vergessen?

  2. keinen Newsletter geschrieben, kein Angebot geteilt, Angst vor der Sichtbarkeit?

  3. nicht konsequent vegetarisch gegessen?

  4. nicht alle Punkt auf der To Do List abgehakt?

  5. keine Story auf Insta gepostet?

  6. nur dem Dolce Far Niente gefrönt?

  7. zum Entspannen einen Movie geguckt anstatt noch ein Fachbuch zu lesen?

  8. dich nur von deinem Gefühl leiten lassen?

  9. eine Stunde lang eine Ferienwohnung an deinem italienischen Lieblingsort gegoogelt anstatt an deinem Blog weiterzuschreiben?

Mache gerne einen Test und weite den jeweiligen Satz mit diesen Zusätzen aus: „Ich habe den Gedanken, dass … „ und „Ich bemerke, dass ich den Gedanken habe, dass …“ und schau, was sich an deiner Empfindung dabei verändert. Diesen Tipp habe ich aus dem Buch „Fühl dich ganz“ von Lukas Klaschinski kopiert. Lukas schlägt diese Strategie bei hinderlichen Glaubenssätzen vor. Er meint, dass diese kleine Änderung meistens dazu führt, dass wir nicht mit dem Gedanken nicht mehr emotional verhaftet sind. Sie hilft uns, aus der kontrollierenden Wirkung auszusteigen. Ich selbst kann dies nur in Form des inneren Selbstfürsorgers empfehlen. Und so der kontrollierenden Verhaftung des inneren Kritikers zu entfliehen.

  1. Nun aber Butter bei die Fische.

Anstelle des Leitsatzes des hohen Nordens formulieren wir ein Mantra im Sinne des inneren Selbstfürsorgers. Wohlwollend. Wertschätzend. Bestärkend. Beispielsweise: Mit Leichtigkeit erreiche ich meine Ziele.

Selbstfürsorge als tägliches festes Ritual

Der innere Selbstfürsorger ist kein Luxus, den wir uns zum Weltfrauentag einmalig leisten — vielmehr ist er eine unternehmerische Notwendigkeit. Jeden einzelnen Tag.


Als Solo-Selbstständige bist du oft alles in einem: Strategin, Marketingabteilung, Kundenservice, Buchhaltung – und Mensch mit Bedürfnissen. Wenn in diesem inneren Team nur der Kritiker laut ist, wird Marketing schnell zu einer Bühne für Selbstzweifel.


Dein innerer Selbstfürsorger hingegen ist die Stimme, die sagt: „Du darfst dich zeigen, auch wenn es sich noch nicht perfekt anfühlt.“ Er stärkt dich, wenn du ein Angebot launcht, ein persönliches Posting teilst oder ein Nein aussprichst, um bei dir zu bleiben. Er ist keine „weiche Zusatzstimme“, sondern die innere Instanz, die dafür sorgt, dass dein Marketing und dein Business langfristig aus Verbundenheit mit dir selbst entstehen – und nicht nur aus Druck.


Gerade in deinem Herzensbusiness ist dieser innere Selbstfürsorger Gold wert: Er ist es, der dich trotzdem posten lässt, obwohl der Kritiker sagt ‚Das ist nicht gut genug‘. Er ist es, der dich deine Preise nennen lässt, obwohl dein Kopf flüstert ‚Das kannst du doch nicht verlangen‘. Und er ist es, der dich an Pausen erinnert, damit du dein Business voller Herzblut, Leidenschaft und Spaß führen kannst – und nicht ausbrennst.


Möchtest auch du dein inneres Team neu aufstellen? In einer 1:1-Session verbinden wir deine Business- und Marketingthemen mit Fokus auf deinen Mindset. Wir stärken deinen inneren Selbstfürsorger, damit du Entscheidungen treffen kannst, die sich innen gut anfühlen und außen sichtbar werden dürfen.


Das klingt interessant? Komme gerne für regelmäßige Updates zu meinem BellaVita Newsletter! Ich freue mich auf deine Anmeldung🤗


Stella Marketing und Mindset Coachin

Ciao, ich bin Stella.

Ich unterstütze dich als Solo-Selbstständige bei der strategischen Marketing Ausrichtung für dein ❤️Herzensbusiness 🫀❤️. Als Sparringpartnerin begleite ich dich beim Finden und Definieren deiner klaren Identität, Positionierung, Business Ziele, Zielgruppen-Ansprache, Website Gestaltung für eine authentische Sichtbarkeit.

Und gleichzeitig bin ich an deiner Seite beim Bearbeiten und Auflösen von inneren Blockaden und Selbstzweifeln, die einem erfolgreichen Business möglicherweise im Wege stehen.


Ich liebe das Meer, Caffé shakerato, Strandspaziergänge, Baci & Abbracci, gute Gespräche, Yoga Alkemy Elemental Flow.

 
 
 

2 Kommentare


Angela
12. März

Ich nehme schon sehr lange in meinem inneren Team eine Persönlichkeit wahr, deren Hauptanliegen es ist, dass ich mich nicht verausgabe. Und Selbstfürsorge an sich ist bei mir auch schon lange ein großes Thema. Bisher war mir zwischen diesen beiden Aspekten der Zusammenhang nicht so deutlich. Dein Artikel wirft jetzt auf mein Teammitglied ein ganz neues Licht, indem sie nicht die Königin der Schonhaltung ist, sondern stark und beschützend. Vielen Dank für diese neue Perspektive!

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Stella
Stella
12. März
Antwort an

Liebe Angela, herzlichen Dank für deinen Kommentar und das wertvolle Feedback. Ich freue mich riesig, dass ich dir eine neue Perspektive auf dein Teammitglied eröffnen konnte. Ein Hoch auf deine innere Persönlichkeit, die dich schützt dich nicht zu verausgaben.

Alles Liebe

Stella

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